
Kapitel
Was ist „Die Welt von …?“
Wenn wir über Video- und Computerspiele sprechen, die entweder elaborat ausgestaltete eigene Welten mit Hintergrundgeschichten haben oder über solche, die ihre Welt aus Literatur, Rollenspiel oder Film borgen, nehmen wir uns zuweilen die Zeit und sprechen ausführlicher über Lore jener Welten als das in den regulären Folgen möglich wäre. Im Format Die Welt von… erkunden Rahel Schmitz und Mháire Stritter die Legenden, die Geografie, die Geschichte, die Politik von diesen fiktiven Welten und holen sich dabei von Fall zu Fall ergänzende Expertise von ausgewiesenen Kennern und Kennerinnen der jeweiligen Welt.
Worum geht’s:
Die Welt von Alien ist kein klassisches Sci-Fi-Abenteuer mit klaren Fronten zwischen Gut und Böse. Stattdessen ist es ein düsteres, moralisches Grauzonen-Universum, in dem es keine einfachen Antworten gibt. Hier geht es nicht um Heldenepen, sondern um technologischen Fortschritt, der in Barbarei umschlägt, um kapitalistische Gier, die über Leichen geht, und um eine Zukunft, in der der Mensch längst nicht mehr Herr seines eigenen Schicksals ist.
Die Handlung spielt im 22. bis 25. Jahrhundert, einer Ära, in der Megakonzerne wie Weyland-Yutani die Macht haben. Diese Unternehmen handeln mit Technologie, Kolonisierung und biologischen Waffen – und opfern dabei Menschenleben, ohne mit der Wimper zu zucken. Die politische Lage? Ein zersplitterter Erd-Bund, der gegen die Interessen der Konzerne kämpft, während abgelegene Kolonien und Frontier-Planeten im All in Isolation, Armut und ständiger Bedrohung durch außerirdische Lebensformen versinken.
Und Götter? Höhere Mächte? Fehlanzeige. In dieser Welt regieren skrupellose Konzerne, Militärs und die unberechenbare Natur des Universums selbst. Keine Erlösung, nur ein kalter, technologischer Wildwuchs, der sich je nach Standort völlig anders anfühlt.
In dieser Folge tauchen Rahel und Mháire tief in das Alien-Universum ein: Wie funktioniert der politische Aufbau? Welche Rolle spielen Technologie und Biowaffen? Warum ist das Franchise so vieldeutig? Wie schafft es Alien, seit Jahrzehnten eine der dichtesten Sci-Fi-Welten der Film- und Spielgeschichte zu bleiben?
Es geht um düstere Atmosphäre, archaische Gewalt im wissenschaftlichen Gewand und die Frage: Warum fühlt sich dieses Universum so verdammt echt an?
Gast:
Diesmal kommt im Podcast neben den Sprecherinnen Felix Rick zu Wort, der als Redakteur bei GameStar arbeitet und sich seit 2002 als einer der profundesten Kenner der Alien-Lore einen Namen gemacht hat. Zuvor war er unter anderem für Giga Games und Gameswelt tätig und hat sich in unzähligen Artikeln, Analysen und Videos mit der Welt von Alien auseinandergesetzt.
Credits
- Sprecher, Redaktion Rahel Schmitz, Mháire Stritter
- Gast Felix Rick
- Audioproduktion Fabian Langer, Christian Schmidt
- Titelgrafik Paul Schmidt
- Intro, Outro Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik)


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